Erbpacht oder Erbbaurecht ?

Einleitung zur Erbpacht / Erbbaurecht:

Die sogenannte Erbpacht ist ein Begriff, welcher den meisten unserer Interessenten unbekannt ist. Es ist wichtig diesen zu kennen und auch das Prinzip der Erbpacht bzw. des Erbbaurechtes zu verstehen, speziell wenn Sie beschlossen haben, eine Immobilie zu kaufen bzw. eine zu bauen. Im folgenden Text versuchen wir Ihnen den Begriff zu erklären und  erläutern Ihnen anschließend die Vor- und Nachteile des so genannten Erbbaurechtes.

Erbpacht: Definition

Mit dem Begriff Erbpacht wird eine Form des Grundbesitzes im Deutschen Rechtssystem bezeichnet, die schon im Jahr 1900 teilweise eingeschränkt wurde und nur in bestimmten Regionen Deutschlands erlaubt war. Bei einer traditionellen Erbpacht ist das Eigentumsrecht dauerhaft vom Nutzungsrecht getrennt, oder in anderen Worten: Der Erbpächter muss dem Erbverpächter bzw. Grundbesitzer eine jährliche Zahlung (Erbzins) übergeben. Ein vollständiges Verbot der Erbpacht wurde dann im Jahre 1947 erreicht. Doch wieso sprechen viele Menschen noch heutzutage von einer Erbpacht, wenn diese doch schon vor knapp 70 Jahren verboten wurde?

Erbpacht: Synonym für Erbbaurecht

Die Erbpacht ist zwar schon seit 1947 verboten, dennoch ist der Begriff immer noch aktuell. Das liegt an dem so genannten Erbbaurecht: Der Begriff Erbbaurecht, wird in der heutigen Zeit umgangssprachlich mit dem Begriff Erbpacht bezeichnet. Das Erbbaurecht ist gesetzlich erlaubt. Es ermöglicht einem so genannten Erbbauberechtigten gegen Zahlung eines Erbbauzinses, auf dem Grundstück eines Eigentümers eine Immobilie zu bauen. Also praktisch das Selbe, nur anders verpackt?

Erbpacht: Vergleich zum Erbbaurecht

Der Unterschied zwischen der verbotenen Erbpacht und dem legalem Erbbaurecht, besteht darin, dass der Begriff Erbpacht sich auf eine unbegrenzte Nutzung landwirtschaftlicher Flächen gegen regelmäßiger Zahlung eines Erbzinses an den Grundbesitzer bezieht, worin hingegen das Erbbaurecht sich auf ein zeitlich begrenztes Nutzungsrecht eines Grundstückes zur Errichtung einer Immobilie bezieht.

Erbbaurecht: Erbzins

Wer ein Grundstück zur Erbpacht erwirbt, verpflichtet sich dazu, dem Erbbaurechtgeber einen Erbbauzins in regelmäßigen Abständen zu zahlen. Die Höhe des Zinses wird anhand des aktuellen Grundstückswertes festgelegt und wird bei Indexverträgen regelmäßig an die Inflationsrate angepasst. In der Regel betragen die Zinsen 4-6 % des jeweiligen Grundstückwertes.

Vorteile des Erbbaurechtes

Da Baugrundstücke sehr teuer sein können und nicht jeder sich diese leisten kann, bietet das Erbbaurecht denjenigen einen Vorteil, die sich zwar den Bau einer Immobilie leisten können, deren Budget aber nicht für ein Baugrundstück ausreicht. Weitere Vorteile bietet ein Erbpachtvertrag mit der Kirche: Sie bietet oftmals Bauherren mit kinderreicher Familie, behinderten Familienmitgliedern und oder Mitgliedern der Kirche, finanzielle Vorteile.

Nachteile des Erbbaurechtes

Der wohl größte Nachteil des Erbbaurechtes ist, dass das Grundstück nicht in den Besitz des Pächters übergeht. Nach bis zu 99 jähriger Zahlungen an Erbzinsen, gehört einem letztendlich das Grundstück nicht. Dazu kommt es auch vor, dass der Pachtvertrag vorzeitig aufgelöst wird oder der Eigentümer Eigenbedarf meldet. Letzteres sollten Sie aber vorher vertraglich ausschließen lassen.

Hier sehen Sie eine Beispiel Immobilie welche wir im Moment in Frankfurt vermarkten die auf einem Erbpachtgrundstück gebaut wurde : Erbpachthaus in Frankfurt am Main

Erbbaurecht bzw. Erbpacht Haus in Frankfurt
Erbpacht Haus in Frankfurt am Main – Erbbaurecht
Wir hoffen, dass wir Ihnen mit diesen hier angebotenen Informationen über das Thema (Erbpacht / Erbbaurecht) behilflich sein könnten und Sie bei der Entscheidungsfindung – Haus mit Erbpacht kaufen ja oder nein unterstützen konnten
Wir danken Herrn  Kouros.K  für die Sensationelle Arbeitsleistung!

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